Informationen zum Beachvolleyballfeld


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Informationen zum Beachvolleyballfeld

Beitragvon FloKir » 25.04.2016, 11:01

(sk) Liebe Kommilitonen und Kommilitoninnen,

wie ihr bereits erfahren haben solltet wird auf die Fläche des Beachvolleyball-Feldes vor der Mensa ein Lehr- und Seminarcontainer errichtet. Wir möchten euch heute über den aktuellen Stand informieren und den komplizierten Sachverhalt darstellen.

Wir vom Fachschaftsrat haben am 17.3.2016 durch einen Vertreter des Studentenwerkes erfahren, dass dieses Bauvorhaben durchgeführt werden soll und das dazu eine Begehung am 22.03.2016 stattfand. Von diesem Datum aus haben wir die einzelnen Puzzle-Teile begonnen zusammen zufügen:

21.12.2015
An diesem Tag tagte der Fachbereichsrat Vorklinik ohne Studierende, da der Termin nach Beginn der Weihnachtsferien am 18.12.2016 lag. Die Idee Seminarcontainer zu bauen wurde mitgeteilt.Zur Auswahl standen zu diesem Zeitpunkt der Bauplatz CIPMM oder Wiese 58/59. Dadurch bekam der Fachschaftsrat erst über Umwege bescheid.

Im Verlauf des Januars:

Im Verlauf des Januars fand eine Planungssitzung statt an der die Physiologen aufgrund von terminlichen Überschneidungen nicht teilnahmen. Hier wurde scheinbar der Beschluss der Regierung (oder wem auch immer )mitgeteilt, dass eine Bebauung der Wiese 58/59 mit Containern nicht möglich sei, da dort die neue Prosektur erbaut werden solle (verbunden mit Abriss der beiden Gebäude). Die Gründe liegen in der einfacheren Erschließung der Fläche und niedrigeren Kosten als beim Wunschbauplatz der Anatomen (es schwirrt ein Betrag von ungefähr 50 000€ umher). Dagegen sprachen sich Fakutläts- und Uniklinikumsleitung aus, weil dann vom neuen IMED-Gebäude auf die "Leichenanlieferung" geschaut werden würde. Allerdings war die Bebauung mit den Containern vom Tisch und die Suche nach einem neuen möglichen Bauplatz begann (siehe erstes Datum)

22.3.2016: Begehung
Bei dieser Begehung kam heraus, dass das Beachvolleyball-Feld zunächst gar nicht in Betracht kam sondern eine Ausweichfläche darstellt. Geplant war zunächst eine Bebauung hinter dem CIPMM die laut der Anwesenden von den Forschenden dort abgelehnt wurde ohne das die Hintergründe die dazu führten klar wurden. Die nächste angedachte Fläche war die Wiese hinter Gebäude 58/59 (alte Physiologie), die laut Herrn Tiator mit einigem Aufwand (Verlegung von Infrastrukturleitungen) nutzbar wäre. Allerdings wurde uns hier gesagt, dass dort die neue Prosektur hinkommen soll, was uns etwas stutzig machte. Bisher waren wir davon ausgegangen, dass ein eventueller Neubau hinter das Anatomiegebäude und gegenüber der experimentellen Chirurgie entstehen sollte (dazu später mehr). Daraufhin wurden die freien Flächen rechts neben den Chirurgie-Containern und der Parkplatz hinter der Mensa ins Spiel gebracht. Hier wurde uns aufgezeigt, dass eine Bebauung aufgrund von einem alten Keller unter dem Parkplatz (wurde scheinbar nur befüllt und nicht abgerissen) und Infrastrukturknotenpunkten (deutlich mehr und wichtiger als bei 58/59; anderes Planungsverfahren und eine Bauverzögerung um ca. 1,5 Jahre) nicht möglich sei. Anschließend wurde das Beachvolleyballfeld als Alternative vorgeschlagen und seitens der Bauleitung als möglich gekennzeichnet. Bei dieser Begehung wurde herausgestellt, dass ein Neubau von Beachvolleyballplätzen rechts des Chirurgie-Containers zum nächsten Sommersemester möglich sei. Die Baumaßnahmen für den neuen Container sollen Anfang Juli beginnen.

23.03.2016: E-Mail an die Professoren

Da die Rolle der Physiologen und Biophysiker bei der ganzen Planung nicht offensichtlich war haben wir um ein Gespräch gebeten. In dieser Mail wurden die Gründe für einen Bauplatz CIPMM und die Bedeutung für die Studenten klar dargestellt. Unsere Enttäuschung über den mangelnden Informationsfluss fand ebenfalls Platz.

31.03.2016: Treffen mit Professor Kirchhoff

Wegen der Osterfeiertage kam eher leider kein Treffen zustande. Herr Professor Kirchhoff hat uns sehr ausführlich die Sicht der Physiologen und Biophysiker dargestellt und dabei weit ausgeholt.
2008 haben die Physiologen Professor Dr. Rettig und Professor Dr. Bruns ein Konzept für das CIPMM geschrieben um Fördergelder aus einem "Bundesmittel-Forschungstopf" zu bekommen, so dass das Saarland nur 50% der Baukosten zu tragen hat. In diesem Konzept musste auch die zukünftige Nutzung der alten Forschungsgebäude beschrieben werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollten die alten Lehr- und Forschungsgebäude renoviert und als reine Lehrgebäude nutzbar gemacht werden (Anmerkung: Dies hätte uns den ganzen Ärger erspart und vermutlich wären nirgendswo irgendwelche Container). Die Baukosten waren auf "humane" 500000€ geschätzt. Allerdings hat hier die Regierung/Universität eine andere Summe auf den Tisch gelegt. Durch die Nutzungsänderung von Forschungs- und Lehrgebäuden zu reinen Lehrgebäuden verlieren die Gebäude beim Brandschutz ihren Bestandsschutz, was einen erheblichen baulichen Mehraufwand bedeutet (neue Decken, Türen, Fenster etc.). Hinzu kommt, dass wir Studenten nicht jeden Tag in diesem Gebäude sind und somit als Ortsunkundig gelten was laut Gesetz einen zweiten Notausgang erfordert. Dadurch das noch vorhandenen Rettungstreppen (eine liegt vor der Bowlingbahn gegenüber der Mensa) scheinbar nicht mehr den aktuellen Bestimmungen entsprechen und die anderen Bestimmungen belaufen sich die Kosten auf schätzungsweise 3 Mio € + Renovierung des Gebäudes 76 wo uns keine Zahlen vorliegen (dürften aber ähnlich sein). Da dies eine sehr hohe Summe ist wurde nicht investiert, das zunächst ja alles gut weiter lief. Jetzt sind die Gebäude geschlossen, weil die entsprechenden Forscher raus sind und die Gebäude nicht oder nur noch zum Teil genutzt werden dürfen. So viel zu der Geschichte des Gebäudeverfalls.
Die Physiologen und Biophysiker haben dann Ende November ein Schreiben bekommen, dass die neuen Container bestellt und baufertig sind und am CIPMM aufgestellt werden sollen zum SS 2016. Dieses wurde zunächst blockiert, weil die Professoren in den Bauplanungsprozess in keinster Weise eingebunden wurden. Sie gaben an, dass die Container in der Nähe des Mäusestalls seien und dieser so gut es ging pathogenarm gehalten werden solle, dies aber nicht möglich sei, wenn pro Semester 300 Studierende durch das Gebäude (als Abkürzung oder zur Nutzung von Toiletten im Sommer) laufen. Die Außenanlage und Nutzung dieser wäre ebenso deutlich eingeschränkt und wurde als weiteres Argument hinzu gezogen. Um das ganze von diesem Bauplatz abzuwenden haben sie die Wiese hinter 58/59 vorgeschlagen die zum damaligen Zeitpunkt überhaupt nicht! bebaubar war. Sie haben sich um eine Begehung bemüht bei der geklärt werden sollte warum es nicht geht. Zu diesem Termin kamen die Architekten lediglich mit Zeichnungen von Gebäude 76, so dass dies nicht abschließend geklärt werden konnte. Im Nachgang haben die Professoren die Pläne für die Wiese 58/89 bekommen und dargestellt, dass diese durchaus bebaubar sei. Nachdem die Möglichkeit der Bebauung von den Physiologen, dargelegt wurde, zog die Staatsregierung diesen Bauplatz, dem gewünschten Baupaltz der Anatomen (hinter Geaüe 61) vor, da hier das Gelände einfacher zu bebauen ist und die Kosten vorausichtlich geringer ausfallen werde. Aufgrund der bereits absehbaren zeitlichen Verzögerung des Baubeginns der Container, haben die Physiologen mit einem erheblichen Aufwand die die Physiologie-Seminare in diesem Sommersemester in noch nutzbare Räume verlegt, für die Biophysik-Praktika kann leider keine entsprechende Lösung gefunden werden, sodass eine Bebauung zum WS 16 erfolgen muss Nun schien erst mal alles geklärt und damit endete auch unser Informationsgespräch.

04.04.2016 Gespräch mit Dr. Becker

Scheinbar gibt es ein Gutachten, dass besagt, dass ein Neubau Prosektur hinter der Anatomie trotz Hanglage und felsigem Untergrund möglich sei. Weshalb die Anatomen sich diesen Platz wünschen.

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Soviel zunächst zur "Historie" der Container auf dem Beachvolleyballfeld. Sinngemäß sagte die Staatskanzlei: "Es ist uns scheißegal wo dieses Beachvolleyballfeld gebaut wird"
Begleitend haben wir uns mit dem AStA in Verbindung gesetzt der ebenfalls nicht informiert wurde obwohl dies hätte geschehen müssen, da der Beachvolleyball-Platz aus Studiengebühren entstanden ist. Der AStA hat entsprechende Gespräche mit der Universitätsleitung etc. geführt, die sich mit den unsrigen decken (hatten ebenfalls e-Mail Kontakt aufgenommen). Fest steht, dass der ASta sich dafür einsetzt, dass wir definitiv Ersatz zum SS 17 bekommen und dies auch schriftlich Zugesagt wird. Des Weiteren soll ein Presseartikel die Öffentlichkeit über das Vorgehen der Landesregierung informieren. Die Studenten wurden definitiv wissentlich nicht informiert. Wir haben heute noch einmal mit dem AStA bzgl. des Stands des Zeitungsartikels Kontakt aufgenommen und auch mit einem Vertreter der SZ telefoniert, der Artikel kommt morgen oder Übermorgen in die Zeitung.

Wie ihr jetzt lesen konntet ist sehr viel aufgrund (bewusst) mangelnder Informationsweitergabe schief gelaufen. Wir hoffen, dass wir euch ein komplettes Bild liefern konnten.

(Kleiner Hinweis: Die Planungen für ein neues Feld laufen tatsächlich schon, so dass wir im Endeffekt wohl "nur" die letzten acht Wochen auf das Feld verzichten müssen und hoffentlich ab April 2016 wieder durchstarten könen. Nur haben wir noch nichts offizielles, so dass wir euch keine genaueren Informationen anbieten können. Wir bleiben aber am Ball an ein Offizielles Statement zu kommen und werden es hier veröffentlichen!)

Wir wünschen euch jetzt erst noch mal eine Schöne Woche!

Euer Fachschaftsrat
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